Windmesstabelle nach Beaufort (bft)

 

Windstärken werden noch heute nach der Beaufort-Windmesstabelle (bft) gemessen, die der englische Admiral Sir Francis Beaufort (1774-1857) im Jahre 1806 in sein Logbuch eintrug.

 

Er beschreibt in 12 Stufen die sichtbaren Auswirkungen der Windgeschwindigkeiten auf die Bewegung der Meeresoberfläche. Später fügte er entsprechende Beschreibungen für das Binnenland hinzu.

 

Der unmittelbare Zweck der Aufzeichnungen war, klare Anhaltspunkte für die Mannschaften auf den Segelschiffen zu geben, um die je nach Windstärke erforderlichen Segel zu setzen oder wegzunehmen.

 

Wegen ihrer Einfachheit blieb die Beaufort-Skala bis heute in Gebrauch. 1835 wurde sie auf der Ersten Internationalen Meteorologischen Konferenz in Brüssel als verbindlich angenommen.

 

Erst 1946 wurde sie in Zahlen umgerechnet (m/sec), wobei die einheitliche Messhöhe von 10 Metern über der jeweiligen Bodenerhebung festgelegt wurde.

 

Wie sich das Klima und die Windverhältnisse in den letzten 200 Jahren verändert haben, zeigen Stufe 11 und 12 der bft-Skala, wo es für Orkane heißt: kommt im Binnenland sehr selten bzw. nur auf dem Meer vor.

 

"Kyrill" hatte im Binnenland Spitzengeschwindigkeiten von 202 km/h, sein Vorgänger "Lothar" 1999 sogar 215 km/h!

 

 

 

Windstärke

 

 

 

Bezeichnung

 

Auswirkungen des Windes

im Binnenland

 

Windgeschwindigkeit

 in m/s             in km/h

 

Auswirkungen auf den

Betrieb des Windrades

0

still

Windstille,   Rauch steigt

gerade empor

 

0 - 0,2

 

0 - 0,7

 

1

leiser Zug

Windrichtung angezeigt nur durch Zug des Rauches, aber nicht durch Windfahne

 

0,3 - 1,5

 

0,8 - 5,4

 

2

leichte Brise

Wind am Gesicht fühlbar, Blätter säuseln,

Windfahne bewegt sich

 

1,6 - 3,3

 

5,5 - 11,9

 

3

schwache Brise

Blätter und dünne Zweige bewegen sich, Wind streckt einen Wimpel

 

3,4 - 5,4

 

12,0 - 19,4

Das Windrad beginnt

sich zu drehen.

4

mäßige Brise

Hebt Staub und loses Papier,

bewegt Zweige und dünne Äste

 

5,5 - 7,9

 

19,5 - 28,4

 

5

frische Brise

Kleine Laubbäume beginnen zu schwanken,

Schaumkämme bilden sich auf Seen

 

8,0 - 10,7

 

28,5 - 38,5

 

6

starker Wind

Starke Äste in Bewegung,

Regenschirme schwierig zu benutzen

 

10,8 - 13,8

 

38,6 - 49,7

 

7

steifer Wind

Ganze Bäume in Bewegung, fühlbare

Hemmung beim Gehen gegen den Wind

 

13,9 - 17,1

 

49,8 - 61,6

Das Windrad erreicht

seine größte Leistung.

8

stürmischer

Wind

Bricht Zweige von den Bäumen,

erschwert erheblich das Gehen im Freien

 

17,2 - 20,7

 

61,7 - 74,5

 

9

Sturm

Kleinere Schäden an Häusern,

Dachziegel werden abgeworfen

 

20,8 - 24,4

 

74,6 - 87,8

 

Wenn der Wind  stärker als 25m/sec bläst, stellt sich das Windrad automatisch ab und dreht sich aus dem Wind.

 

Lässt der Sturm nach,

schaltet es sich wieder ein.

 

10

schwerer Sturm

Entwurzelt Bäume,

bedeutende Schäden an Häusern

 

24,5 - 28,4

 

87,9-102,2

11

orkanartiger Sturm

Verbreitete Sturmschäden,

(sehr selten im Binnenland)

 

28,5 - 32,6

 

102,3-117,4

 

12 … 17

 

Orkan

 

Nur auf dem Meer und an den Küsten

 

> 32,6

 

 

>117,4

 

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